Mein erstes E-Cello

Ich hatte günstigere E-Cellos (Stagg und Harely Benton) getestet und die waren sowas von nicht brauchbar. Die E-Cellos von Yamaha waren für mich einfach zu kostspielig. So hab ich entschieden, ein elektrisches Cello selbst zu bauen.
Die Summe in der Einkaufsliste war gar nicht so hoch.

  • Der Korpus wurde aus einem Stück Eschenholz mit den Massen 110/11/4cm geformt.
  • Griffbrett und aus Ebenholz von Dictum
  • Obersattel aus Ebenholz von Dictum
  • Mechaniken bei Amazon
  • Piezo Tonabnehmer bei Amazon
  • zunächst billige Saiten auch bei Amazon
  • Elektronik von Artec bei Thomann

Ich war schon sehr gespannt, wie sich die das ganze dann anhört.
So ging es los…..

Mal so ganz roh ausgeschnitten

Öffnung für die Mechanik

Steg mit 2 Piezotonabnehmer

Fertiger Steg

Hier die Überlegung, wie es so grob mit den 5 Drehreglern aussehen könnte

Fräsarbeiten an der Rückseite. Extra grosses Fach für Hohlraum um etwas Resonanzkörper zu haben. Restmaterial an der Decke bei 5mm Dicke. Da kommt beim Spielen ohne Elektronik dann auch schon etwas mehr Ton. War zumindest meine Vorstellung

Nun noch etwas an der Form gearbeitet…bisschen mehr Rundungen darf das Instrument schon haben

Nach einigen Tagen Arbeit war das Cello soweit fertig. Erste Soundtests hatten mich sehr positiv überrascht. Ich war auch froh, zwei Piezos eingebaut zu haben. Mit dem Balanceregler kann ich von einem zum anderen drehen und mischen. Erstaunlich was es da für Soundunterschiede gibt.
Dass unter dem Steg der Hohlkörper ist und die Decke nur etwa 5mm hat, bringt schon brauchbaren Ton beim „akustischen“ spielen. Optimal um leise zu üben.
Was mich begeistert ist auch, dass es trotz der billigen Saiten schon beim ersten mal probieren besser klingt, als die zwei von mit getesteten E-Cellos (Stagg + Harley Benton). Wahrscheinlich macht schon die von mit gewählte Elektronik was aus, die ist wohl um längen besser.
Ach ja, die Oberfläche vom Korpus hab ich zunächst mit Beize und dann Leinölfirnis behandelt. Die Knöpfe hab ich aus Alu gedreht und nur aufgesteckt.

Elektronik von Artec

Batteriefach

Selbstgedrehte Aluknöpfe

 

 

Danach musste ich mir überlegen, wie ich das ganze Drumrum mache, damit das E-Cello vernünftig gehalten werden kann. Und hier das Ergebnis.

Abnehmbarer Cello-Fuss – Stachel kann etwa 10cm verstellt werden

Stütze für Brustbereich – kann abgenommen werden

so sieht es nun spielfertig aus

Hier geht es zum vollständigen Baubericht auf Musiker-Board

Mittlerweile bin ich auf Kontrabass umgestiegen, das taugt mir deutlich mehr und habe mir mittlerweile auch zwei elektrische Upright Bässe in 3/4 Grösse gebaut.
Hier kann man sich diese Instrumente anschauen

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